Bedürfnisorientierte Erziehung

 

  
  • Die Eingewöhnung ist das A und O einer guten Beziehung zwischen Tagesmutter, Kind und natürlich den Eltern. Nicht nur das Kind muss sich an mich gewöhnen - ich muss mich auch an das Kind gewöhnen, an seine Bedürfnisse, an seine Art diese zu äußern, seine Gewohnheiten usw. Deshalb braucht jedes Kind, auch wenn es noch so klein ist, eine Eingewöhnung mit Eltern. Die Eltern sollen sich vergewissern können, dass ich mit ihrem Kind gut umgehe und dass ich alles lerne, was das Kind braucht.
  • Ich habe meine beiden Jungs gestillt. Ich betreue Babys ab Geburt. Ich füttere die Kinder also mit dem Fläschchen. Auch diese Art von Nahrungsaufnahme muss viel Nähe, Geborgenheit und Sicherheit geben. Die Kinder brauchen diese Nähe von einem Menschen, der für sie da ist und ich nehme diesen Platz ein, solange die Eltern nicht hier sind.
  • Ich trage die Tageskinder im Tragetuch (Bondolino, Fräulein Hübsch, Sling oder Tragetuch) wenn sie dies benötigen oder gerne haben.
  • Ich begleite die Kinder in den Schlaf. Wenn die Kinder Nähe beim Einschlafen brauchen, bekommen sie diese. Hierfür haben wir zwei Betten aneinander geschoben. Das Kind wird langsam an sein eigenes Bett gewöhnt und wenn nicht, dann schläft es weiter im großem Bett (ich schlafe natürlich nicht und bleibe auch nicht die gesamte Schlafenszeit liegen).
  • Jegliches Weinen wird ernst genommen und kein Kind wird alleine gelassen, wenn es weint. Natürlich gibt es unterschiedliche Gründe und ein Kind darf auch weinen, aber es wird dabei nicht alleine gelassen und ernst genommen!
  • Durch meine Ausbildung, meine Fortbildungen und meinen Erfahrungen als Mutter habe ich vieles über die Entwicklung von Babys und Kleinkindern gelernt. Jedes Kind ist anders. Jedes Kind ist einzigartig. Kein Kind muss irgendetwas können. Die Kinder können bei mir ohne Druck die Welt entdecken und sich entwickeln - sie können einfach nur Kind sein. Das Fördern und Fordern passiert spielerisch einfach nebenbei. Die Bedürfnisse der Kinder werden immer ernst genommen und danach richte ich mich. 
  • Mittlerweile habe ich auch meine ersten Erfahrungen mit einem "windelfrei"-Kind und Stoffwindeln als Backup machen dürfen. Es ist eine besondere Herausforderung ein Kind in einer Kleingruppe so genau zu kennen um die Zeichen für den Toilettengang erkennen zu können.